Freitag, 11. Dezember 2015

[Rezension] "Die Hochzeit der Chani Kaufman" - Eve Harris

Es klingt wie eine Geschichte aus dem vorherigen Jahrhundert: Chani und Baruch werden heiraten. Tatsächlich aber haben sie sich erst wenige Mal gesehen und noch kein einziges Mal berührt. Das, was in der Hochzeitsnacht zwischen ihnen geschehen soll, ist für sie ein Mysterium, keiner erklärt es ihnen. Entscheidend ist: Sie beide haben der Hochzeit zugestimmt und werden nach streng religiösen, das heißt in diesem Fall nach jüdisch-orthodoxen Maßstäben leben.



Freitag, 4. Dezember 2015

[Rezension] "Tote Models nerven nur" - Vera Nentwich

Tote Models können einem schon gehörig auf den Zeiger gehen. Zumindest dann, wenn sie einem direkt vor die Füße gespült werden und man selber prompt unter Verdacht gerät, die Finger im Spiel zu haben. So ergeht es Sabine, als sie sich mit ihrer Erzfeindin Judith treffen will, um sich - sie kann es selbst kaum glauben - bei ihr zu entschuldigen. Daraus wird allerdings nichts, denn Judith steckt kopfüber im Dorfteich und gibt keinen Mucks mehr von sich. Sie ist mausetot. Als wäre das noch nicht genug, dreht auch noch Sabines Chef am Rad und macht ihr Vorhaltungen. Um ihre Reputation wieder herzustellen, versucht Sabine im beschaulichen Grefrath nun selbst, den wahren Mörder aufzuspüren.


Freitag, 27. November 2015

[Rezension] "Die Glücksformel" - Stefan Klein

Was, wenn es eine Formel gäbe, die es dir ermöglicht, einfach glücklich zu sein? Nichts müsstest du mehr dem Zufall überlassen, ein Puzzleteil fügte sich wie von selbst in das andere. Eine schöne Vorstellung, denn wer wünscht sie sich schließlich nicht, die vollkommene Zufriedenheit? Ganz so einfach ist es freilich nicht, auf der Welle der guten Gefühle zu schwimmen. Allerdings ist es auch nicht so schwer, wie man manchmal glaubt. Das zumindest ist eine meiner Erkenntnisse nach der Lektüre von Stefan Kleins "Die Glücksformel".


Freitag, 20. November 2015

[Rezension] "Malina - Versteck der Sprache" - Sandra Boihmane

Vieles ist über das Todesarten-Projekt von Ingeborg Bachmann geschrieben worden. "Malina", der erste von ursprünglich drei geplanten Teilen, erschien 1971 und ist seitdem zum Kultubuch avanciert. Als "Todesart" bezeichnete die Autorin alles, was im zwischenmenschlichen Bereich Schaden an den Menschen anrichtet.

Ihre weibliche Hauptfigur in "Malina" stattete sie mit einem männlichen Alter Ego aus. Über den Namen dieses - man kann fast sagen: zweiten Protagonisten hat Sandra Boihmane bereits im vergangenen Jahr ihre Arbeit "Malina - Versteck der Sprache" vorgelegt.


Freitag, 13. November 2015

[Gewinnspiel] "Die Flucht der blauen Pferde" - Sabine Schulze Gronover

Das hat sich Konstantin Neumann auch anders vorgestellt. Gerade wurde er aus dem Gefängnis entlassen, da stolpert er im Treppenhaus seiner neuen Bleibe über eine Frauenleiche. Was nun? Sollte er sich nicht besser raushalten, um nicht selbst in Verdacht zu geraten? Konstantin entscheidet sich dagegen und schaltet die Polizei ein. Doch das ist ihm nicht genug: Die Neugierde treibt ihn an und so begibt er sich gleich selbst auf Mörderjagd.

Freitag, 6. November 2015

[Rezension] "Die Hummerschwestern" - Beverly Jensen

Als Beverly Jensen begann, die Geschichte ihrer Mutter Idella und deren Schwester Avis aufzuschreiben, ahnte sie nicht, dass das Werk einmal ein Bestseller werden würde. Sie erlebte es auch nicht mehr, denn sieben Jahre vor der Veröffentlichung starb sie an Krebs. 2010 fügte ihr Ehemann die Kurzgeschichten chronologisch zusammen und suchte einen Verlag für den so entstandenen Roman. Seitdem faszinierte die Geschichte tausende Leser.


Freitag, 30. Oktober 2015

[Rezension] „Winternähe“ – Mirja Funk


Lola will Gerechtigkeit. Nachdem zwei Bekannte ein Bild von ihr in aller Öffentlichkeit mit einem Hitlerbärtchen verunziert haben, setzt sie sich zur Wehr – und geht vor Gericht. Hier aber zieht sie den Kürzeren, denn, streng genommen, ist sie als Tochter einer nicht-jüdischen Mutter und eines jüdischen Vaters gar keine „richtige“ Jüdin. Gefühlt sieht Lola das anders. Deutsch sein und jüdisch sein, für sie ist dies kein Widerspruch. Das Gesetz der matrilinearen Vererbung spielt in ihrem Alltag keine Rolle.


Freitag, 23. Oktober 2015

Mein Besuch auf der Frankfurter Buchmesse 2015 #fbm15

Die Frankfurter Buchmesse ist in jedem Jahr ein Erlebnis für Bücherjunkies wie mich. Diesmal war ich an den Fachbesuchertagen Donnerstag und Freitag dort. Allein diese zwei Tage genügten schon, um mit vielen Eindrücken, neuen Erkenntnissen und auch dem ein oder anderen Buch wieder heimzufahren.

Ließ ich mich am Donnerstag noch weitestgehend treiben und traf mich mit Freunden und Kollegen vor Ort, so hatte ich mir am Freitag ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Los ging es am Stand der Buchwissenschaft der Uni Erlangen-Nürnberg. Zwar dürfen an den Fachbesuchertagen keine Bücher verkauft werden, aber gegen ein Glücksrad spricht diese Vorgabe nicht. Mit einem Schwung erspielte ich mir ein Überraschungsbuch, eine Printausgabe.

Mit etwas Glück zum Buchgewinn bei den BuWis

Freitag, 9. Oktober 2015

[Rezension] „Das geheime Leben der Violet Grant“ – Beatriz Williams

Berühmte Namen umschwirren die Aura der Violet Grant. Koryphäen der Physik wie Max Planck und Albert Einstein geben sich bei ihr und ihrem Professoren-Gatten die Klinke in die Hand. Den Ehemann jedoch soll sie eines Tages eigenhändig ermordet haben. Keine geringere als ihre Nichte Vivian schickt die Autorin Beatriz Williams rund 50 Jahre später auf ihre Spur.


Sonntag, 13. September 2015

[Rezension] „Kein Leben ohne Minibar“ – Will Wiles


Was hat Will Wiles wohl beim Schreiben eingeworfen?, möchte man fragen, nachdem man „Kein Leben ohne Minibar“ beendet hat. In seinem neuen Roman wird es schräg. Britischer Humor und kafkaeske Gefahrenlagen treffen auf eine bedrohliche Gestalt, die in manchem an Mr. Smith aus „Matrix“ erinnert.


Sonntag, 2. August 2015

[Rezension] "Wolfsstadt" - Bernd Ohm

Als "Kriminalroman" wird "Wolfsstadt" von Bernd Ohm auf dem Cover eingeordnet. Dabei ist das Debüt des Autoren weit mehr als das: Es ist das Psychogramm zweier Menschen, die während der Gräuel der Nationalsozialisten auf verschiedenen Seiten standen. Bernd Ohm gibt den Traumata des Zweiten Weltkriegs ein von Schmerz- und Schuldgefühlen verzerrtes Gesicht.


Donnerstag, 16. Juli 2015

Step by step - jeden Tag ein Stück näher zum Glück

Alle träumen sie vom großen Glück. Auch ich habe das lange Zeit getan. Immer habe ich gedacht, wenn ich nur hart genug daran arbeite, dann kommt es eines Tages auf einen Schlag und dann wird es mir auch schlagartig gut gehen. Aber Pustekuchen! Was ich nicht bedachte, war die Tatsache, dass nachhaltige Zufriedenheit sich nicht über den einen großen Kick einstellt. Nein, sie möchte gepflegt werden, Tag für Tag und Step by Step.

Das habe ich allerdings inzwischen gelernt. Und ich bin - Schritt für Schritt - dabei, (fast) jeden Tag nach meinem neuen Credo zu leben:

Wer loslassen kann, wird beschenkt.


Was bedeutet das konkret? Ich habe vor einigen Jahren begonnen, systematisch auszumisten. Jeden Monat, immer mal so zwischendurch, sortiere ich Sachen aus. Mal ist es der Kleiderschrank, der abgespeckt wird, mal das Bücherregal. Selbst in einer Zweizimmerwohnung kann man ganz schön was ansammeln, das sage ich euch.

Meine derzeitige Lektüre.

Donnerstag, 9. Juli 2015

[Rezension] "Rubinrotes Herz, eisblaue See" - Morgan Callan Rogers

Ich weiß nicht, wie es euch geht: Ich kaufe noch immer viele Bücher, weil mir das Cover oder der Titel gefällt. In diesem Fall, bei "Rubinrotes Herz, eisblaue See" von Morgan Callan Rogers, mochte ich auf Anhieb beides und die Beschreibung auf dem Buchrücken versprach ebenfalls ein Lesevergnügen. Ich wurde nicht enttäuscht.


Samstag, 4. Juli 2015

[Rezension] „Stimmen“ – Ursula Poznanski


Es ist der dritte Fall des Ermittlerteams Beatrice Kaspary und Florin Wenniger. Diesmal führt uns die Bestseller-Autorin Ursula Poznanski hinter die Mauern einer geschlossenen psychiatrischen Abteilung. Dabei überzeugt sie mit interessanten Figuren, an die spannungsgeladenen Finals ihrer ersten beiden Thriller kann „Stimmen“ jedoch nicht anknüpfen.


Sonntag, 21. Juni 2015

[Rezension] "5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen" - Bronnie Ware

Die Australierin Bronnie Ware ist eine ungewöhnliche Frau. In jungen Jahren entschied sie, aus dem Alltagstrott einer Bankkauffrau auszubrechen und verbrachte eine Weile im Ausland. Schließlich kehrte sie zurück, doch auch diesmal hielt sie es nicht lange in dem Bürojob aus. Stattdessen wechselte sie in einen vollkommen neuen Bereich und arbeitete künftig als Palliativpflegerin. In ihrem Buch "5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen" berichtet sie von ihren Erfahrungen und eindringlichen Gesprächen mit Menschen, die dem Tod ins Auge sehen.


Mittwoch, 10. Juni 2015

[Rezension] "Ziemlich nah am Glück" - Saira Shah

Die Tochter von Anna und Tobias ist anders als andere. Sie kommt mit einer Behinderung zur Welt und schnell wird klar: Freya wird sich nicht so entwickeln wie andere Kinder. Sie wird pflegebedürftig bleiben, nicht sprechen und auch auf andere Art und Weise nur schwer kommunizieren können. Die frisch gebackenen Eltern stürzt die Situation in eine große Krise.


Mittwoch, 3. Juni 2015

[Rezension] "Die weiße Massai" - Corinne Hofmann

Die Autobiografie "Die weiße Massai" von Corinne Hofmann erschien bereits Ende der 1990er-Jahre. Darin schildert die Autorin ihre Erlebnisse in Kenia, wo sie sich in einen Samburu-Krieger verliebte und mit ihm eine Ehe einging. Sowohl das Buch als auch die spätere Verfilmung des Stoffes erreichten ein Millionenpublikum.


Mittwoch, 27. Mai 2015

[Rezension] „Die Stadt der besonderen Kinder“ – Ransom Riggs

Mit „Die Insel der besonderen Kinder“ hat Ransom Riggs 2011 einen Überraschungserfolg gelandet. Ich besprach das Buch erst vor Kurzem auf dem Seitenfresserchenblog. Nun legt der Autor den zweiten Band der Trilogie vor. In „Die Stadt der besonderen Kinder“ wird es äußerst spannend und auch phantastisch – im literaturwissenschaftlichen Sinn des Wortes.


Donnerstag, 21. Mai 2015

[Rezension] „Judas“ – Amos Oz


Es gibt Bücher, die fesseln von der ersten Seite an, überzeugen mit wagemutigen dramatischen Wendungen und einer ordentlichen Prise Spannung. Andere hingegen kommen eher unauffällig daher, schleichen sich nur tröpfchenweise ins Bewusstsein und nehmen einen langsam mit auf eine innere Reise. „Judas“ von Amos Oz ist eher letzterer Kategorie zuzuordnen. Es ist ein Kammerspiel für drei Personen. Der Held, der eigentlich ein Antiheld ist, macht scheinbar keine allzu intensive Wandlung durch. Er lässt die Dinge mit sich geschehen, das ist auch schon alles. Auf den ersten Blick.


Samstag, 16. Mai 2015

[Rezension] "Die vergessene Generation" & "Kriegsenkel" von Sabine Bode

Für zwei Wochen lag mein Blog brach. Dafür gibt es eine einfache Erklärung. Da ich "nebenher" gerade ein weiteres Studium absolviere und vor ein paar Tagen meine Diplomarbeit abgeben musste, hatte ich gut mit anderen Büchern und Texten zu tun. Meist lese ich mehrere Bücher nebeneinander, fachliche und auch private, aber fürs Rezensieren hat es zeitlich einfach nicht gereicht. Nunja, in der Zwischenzeit hat sich in meinem Gelesen-Regal einiges angesammelt. Diese beiden hier zum Beispiel habe ich mit großem Interesse verschlungen:


Donnerstag, 30. April 2015

[Rezension] „Jahre wie diese“ – Sadie Jones


In einem Museum begegnen sich Nina und Luke, die Protagonisten des Romans „Jahre wie diese“, zum ersten Mal. Sie wissen es nicht und werden sich später kaum an diesen Augenblick erinnern können. Ihre Leser aber lässt Autorin Sadie Jones zum Einstieg an dem schicksalhaften Moment im Leben der Kinder teilnehmen. Es ist eine Schlüsselszene dieses bewegenden Romans, der in der englischen Theaterlandschaft der 70er-Jahre spielt.


Donnerstag, 23. April 2015

Blogger schenken Lesefreude 2015 #BlogdenWelttag



Es ist wieder soweit: International wird am 23. April der Welttag des Buches gefeiert. Dabei geht es nicht allein um Bücher und das Lesen, sondern auch darum, die Rechte von Autoren zu stärken. Allein auf der Internetseite "Welttag des Buches" finden sich Hinweise auf unzählige Aktionen zu diesem Anlass. Zum Beispiel die virtuelle Fotowand der Stiftung Lesen, die unter dem Motto "Mein Herzbuch" steht. Es ist heuer also eine Menge los in der virtuellen Welt der Bücherfreunde.

Bereits im vergangenen Jahr beteiligte ich mich als Seitenfresserchen an der Blogger-Aktion "Blogger schenken Lesefreude", die Christina von Pudelmützes Bücherwelten und die GeschichtenAgentin Dagmar ins Leben gerufen haben. Neu im Team ist seit diesem Jahr noch Sonny von Sonnys Blog. An dieser Stelle schon mal ein herzlicher Dank an die drei, die wieder eine Menge Herzblut und Arbeit in die Initiative stecken und auch schon gesteckt haben.

Donnerstag, 16. April 2015

[Rezension] "Der Pferdeflüsterer" - Nicholas Evans

Ein schrecklicher Unfall verändert das Leben von Annie und ihrer Tochter Grace auf tragische Weise. Grace verliert dabei nicht nur ihre beste Freundin Judith und ihren Unterschenkel, sondern zudem noch ihren Lebensmut. Mit Pilgrim, Graces Pferd, das ebenfalls vom Unfall schwer gezeichnet wurde, sieht es nicht viel anders aus. Doch trotz seiner schweren Verletzungen entscheidet sich Annie, das Tier nicht einschläfern zu lassen. Stattdessen bringt sie ihre Tochter und den traumatisierten Pilgrim zu Tom Booker. Dieser soll auf geradezu magische Weise mit Pferden kommunizieren können.


Samstag, 11. April 2015

[Rezension] „Ein Jahr auf dem Land“ – Anna Quindlen


Rebecca Winter ist eine gefeierte Künstlerin. Als Fotografin setzte sie einst Maßstäbe. Ihr Werk „Stillleben mit Brotkrümeln“ erzielte Spitzenpreise. Doch als Jahre später weitere Erfolge ausbleiben, ihre Ehe in die Brüche geht und sich die unbezahlten Rechnungen stapeln, zieht es sie unfreiwillig – und fernab des Glamours – aufs Land. Ein Jahr lang hält sie sich in der Stille und Abgeschiedenheit auf und nutzt die Zeit, vergangene Ereignisse Revue passieren zu lassen. 


Mittwoch, 1. April 2015

Liebster Award 2015


Bereits zum zweiten Mal nach Mai 2014 bekam ich im März 2015 den Liebster Award verliehen - diesmal von meiner Kollegin Kari Lessír. Natürlich freue ich mich darüber und möchte mich an dieser Stelle auch sehr dafür bedanken, liebe Kari. Da ich aber bereits im letzten Jahr elf Blogs nominiert habe, werde ich in dieser Runde darauf verzichten. Deine elf Fragen beantworte ich aber dennoch gern. Hier sind meine Antworten:

1. Welches Buch war als Kind dein Lieblingsbuch? 

Als Kind habe ich gar nicht so viel gelesen, wenn ich ehrlich bin. Aber ich erinnere mich, dass ich die Trilogie "Professors Zwillinge" gleich mehrfach verschlungen habe. Die Bücher besitze ich tatsächlich immer noch. Ob ich sie heute noch einem jungen Mädchen empfehlen würde, ist allerdings fraglich, denn die Geschlechterrollenverteilung ist heute alles andere als zeitgemäß...

Mittwoch, 25. März 2015

[Rezension] "Blinde Vögel" - Ursula Poznanski

Schon einmal schaffte es Ursula Poznanski, mich mit einem ihrer Bücher zu fesseln: Erebos. Den Jugendthriller konnte ich damals kaum aus der Hand legen. Ganz ähnlich erging es mir nun mit ihrem Kriminalroman "Blinde Vögel", der über weite Strecken in der virtuellen Facebook-Welt angesiedelt ist.


Mittwoch, 18. März 2015

Weniger ist mehr - Bücher übers Aufräumen und Loslassen

Mein vergangenes Jahr hatte viel mit dem Thema Loslassen zu tun. Sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich gab es Ereignisse, die mich damit konfrontierten. Ich nahm dies zum Anlass, nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich zu entschlacken - und einiges aus- und aufzuräumen.

Kein Wunder, dass sich dies auch in meinem Lesestoff wiederspiegelte. Ratgeber und Sachbücher, die sich auf die ein oder andere Weise mit dem Loslassen beschäftigen, gibt es eine Menge. Hier möchte ich euch einige Beispiele vorstellen, die mir begegnet sind.

Mittwoch, 11. März 2015

[Rezension] „Aller Liebe Anfang“ – Judith Hermann


„Aller Liebe Anfang“ heißt der erste Roman von Judith Hermann. Vielen ist sie längst keine Unbekannte mehr. Ihre Erzählbände „Sommerhaus, später“ (1998) und „Nichts als Gespenster“ (2003) wurden zu Recht gelobt. Und auch die fünf Erzählungen in „Alice“ wurden zuletzt 2009 auf dem internationalen Parkett gefeiert.


Mittwoch, 4. März 2015

[Rezension] „Die Illusion des Getrenntseins“ – Simon van Booy

Sanft wie Pfirsichhaut, facettenreich wie Farbspiele auf den Flügeln eines Schmetterlings, manchmal zupackend und sogar grob ist die Sprache von Simon van Booy in seinem Roman „Die Illusion des Getrenntseins“. Niemals jedoch ist sie beliebig. Dies ist ein Buch, das ich wahrlich kaum aus der Hand legen konnte. Es sind die Erzählungen vieler Menschen, die der Autor sprachgewaltig miteinander verknüpft.


Mittwoch, 25. Februar 2015

[Rezension] "Die Insel der besonderen Kinder" - Ransom Riggs

Einen Zufallsfund möchte ich euch in dieser Woche vorstellen, der auf Umwegen zu mir gelangt ist: "Die Insel der besonderen Kinder" von Ransom Riggs. Dabei handelt es sich um eine phantastische Geschichte, in deren Mittelpunkt ein paar Kinder mit paranormalen Fähigkeiten stehen.


Mittwoch, 18. Februar 2015

[Rezension] „Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums“ – Benjamin Alire Sáenz


Verschiedener als Aristoteles und Dante könnten Freunde wohl kaum sein. Der eine, Dante, ist klug und bringt Aristoteles, genannt Ari, – im  wahren und auch im übertragenen Sinne – das Schwimmen bei. Mit "Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums" ist Benjamin Alire Sáenz ein philosophischer Roman gelungen, der sich sanft dem Thema Homosexualität annähert.

Ari ist vom ersten Augenblick an fasziniert von dem Bücherwurm Dante, denn er für seinen Teil leidet unter erheblichen Selbstzweifeln. Die Freundschaft zum vermeintlich Klügeren lässt ihn die Welt mit ganz anderen Augen betrachten.


Mittwoch, 11. Februar 2015

[Rezension] "Bund fürs Leben" - Hanno Charisius & Richard Friebe

"Warum Bakterien unsere Freunde sind" lautet der Untertitel des knapp 300 Seiten dicken Werkes "Bund fürs Leben" von Hanno Charisius und Richard Friebe - und gibt damit bereits eine Richtung vor. Auf unterhaltsame und informative Weise behandeln die Autoren Themen rund um das sogenannte Mikrobiom, das wir Menschen in uns tragen. Eine Unzahl von Bakterien lebt nämlich in und auf uns. Ihr Fazit: "Wir sollten beginnen, sie zu akzeptieren als Teil von uns, zu respektieren als alte Gefährten."


Samstag, 7. Februar 2015

Mein eReader und ich - Probezeit bestanden

Bereits ein halbes Jahr gehen mein eReader und ich nun schon gemeinsam durchs Leben. Mal verbringen wir mehr Zeit miteinander, mal weniger. Gewöhnt haben wir uns daran sehr schnell bzw. ich mich an ihn. Vor allem im Urlaub war er mir ein wirklich treuer und zuverlässiger Begleiter.

Praktisch für die Reise: mein eReader. Foto: Ek

Mittwoch, 4. Februar 2015

[Rezension] "Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln" - Christoph Peters


Kann man über die Geschichte eines Ofenbaus einen ganzen Roman füllen? Man kann, zumindest wenn man es derart detailverliebt tut wie Christoph Peters. Bereits in seinem Buch „Mitsukos Restaurant“ lebte der Autor seine Liebe zu japanischen Ritualen literarisch aus. Diesmal widmet er sich der Keramikkunst und allem, was – zumindest aus Sicht der japanischen Tradition – dazu gehört.


Mittwoch, 28. Januar 2015

[Rezension] "Psychologie der Nachhaltigkeit" - Marcel Hunecke

Nachhaltiges Handeln ist eine gute Sache, egal ob es um das persönliche Wohlbefinden oder die Umwelt geht. Doch obgleich wohl die meisten Menschen dieser These zustimmen würden, handeln nur wenige danach. Warum das so ist und was eine Gesellschaft bräuchte, um sich als Kollektiv nachhaltig zu verhalten, untersucht Marcel Hunecke in seinem Sachbuch "Psychologie der Nachhaltigkeit - Psychische Ressourcen für Postwachstumsgesellschaften".


Mittwoch, 21. Januar 2015

[Rezension] "Der Besuch" - Hila Blum


Es ist Jahre her, dass der Multimillionär Duclos einst Nili und ihrem Ehemann Nati in Paris in einer unangenehmen Situation geholfen hat. Nun kündigt Duclos seinen Besuch bei ihnen in Israel an. Ein Strudel der Erinnerungen, uneingestandenen Ängste und Sehnsüchte bricht über die Protagonistin herein. Den eigentlichen Grund für den Besuch Duclos’ verrät die Autorin Hila Blum in ihrem Debütroman allerdings erst ganz am Ende.


Mittwoch, 14. Januar 2015

[Rezension] "Der Junge muss an die frische Luft" - Hape Kerkeling

Als ich vor ein paar Jahren "Ich bin dann mal weg" von Hape Kerkeling las, war ich schlichtweg begeistert. Ich fand es humorvoll und berührend. Entsprechend hoch waren nun die Erwartungen, als ich Kerkelings aktuelles Buch "Der Junge muss an die frische Luft" in die Finger bekam. Es lag auf dem weihnachtlichen Gabentisch - bereits wenige Tage später hatte ich es ausgelesen.


Dienstag, 6. Januar 2015

Jede Woche ein Buch - Mein Leserückblick 2014 #jedewocheeinbuch

Vor ziemlich genau einem Jahr legte ich aus purer Neugierde eine neue Excel-Tabelle an, in der ich festhalten wollte, welche Bücher ich 2014 gelesen habe. Oft konnte ich das nämlich im Nachhinein gar nicht mehr benennen oder suchte verzweifelt nach einem Buchtitel, der sich nicht mehr in meinem Regal befand, weil ich ihn beispielsweise verschenkt hatte. Ich wollte meinem Gedächtnis einfach nachhelfen.

Nun ist das Jahr um und ich bin erstaunt über das Ergebnis, denn meine Arbeit und ein zusätzliches Studium hatten mich ganz schön im Griff. Dennoch: 53 Bücher (+1, denn eines habe ich doppelt gelesen) habe ich geschafft, das macht im Schnitt etwa eines wöchentlich. Mein Vorhaben deshalb für 2015: In diesem Jahr möchte ich daran anknüpfen und starte meine persönliche Aktion "Jede Woche ein Buch 2015" (#jedewocheeinbuch). Wenn es mehr werden, umso besser. :)