Dienstag, 14. August 2012

[Rezension] "Die Wahrheit beginnt zu zweit" - Michael Lukas Moeller

Worte und Taten sind oft zwei vollkommen voneinander unabhängige Systeme. Zumindest scheint es so, wenn Worte dazu dienen, auszuweichen oder eine ehrliche Auseinandersetzung von sich fern zu halten. Man sagt nicht umsonst, den Menschen mache aus, was er tue, nicht was er sage. Es wird eben viel zu viel geschwätzt, geschwafelt und palavert. Und häufig verzichtet der, der sich gern reden hört, letztlich darauf, das Gesagte dann auch umzusetzen. Auf diese Worte könnte in der Tat verzichtet werden.

Anders verhält es sich dagegen mit den Worten, die Bestandteil von lösungs- und handlungsorientierten Gesprächen sind. Die finde ich einfach unverzichtbar. Es gibt Worte, die versuchen, die Dinge beim Namen zu nennen und Probleme wirklich anzupacken, die also selber als Handlung im Sinne von persönlicher Entwicklung und Beziehungsarbeit gewertet werden können.
Zu diesem Thema ist mir (mal wieder auf dem Grabbeltisch) ein Büchlein untergekommen, welches sich zwar in der Hauptsache der Kommunikation in Paarbeziehungen widmet, dessen Thesen sich aber auch im Kern auf jede beliebige andere Konstellationen übertragen lassen.