Mittwoch, 24. November 2010

[Rezension] "Erebos" - Ursula Poznanski

Etwas Seltsames scheint in Nicks Schule vorzugehen. Immer mehr MitschülerInnen verhalten sich eigenartig, seit ein Computerspiel die Runde macht. Auch Nick verfällt dem Spiel innerhalb kürzester Zeit, denn Erebos macht nahezu jeden abhängig, der einmal in dessen Fänge geraten ist.
Ursula Poznanski nimmt sich in ihrem neuen Jugendroman eines Themas an, das an Aktualität nichts zu wünschen übrig lässt.


Montag, 15. November 2010

[Rezension] "Die Ritter der Vierzig Inseln" - Sergej Lukianenko

Via Fotoklick eines Fremden wird der vierzehnjährige Dima aus einer sowjetischen Kleinstadt in eine fremde, phantastische Welt katapultiert, einen nahezu paradiesischen Archipel aus Vierzig Inseln. Auf jeder dieser Inseln lebt eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen. Durch Brücken sind die Inseln miteinander verbunden und alle sind sie Teil eines großen Spiels.
Schnell wird Dima jedoch klar, dass diese Welt alles andere als ein Paradies ist, denn tatsächlich kämpft ein jeder hier ums nackte Überleben.  Dima findet sich inmitten der brutalen Auswirkungen eines menschenverachtenden Regelwerkes wieder, denn nur dem, so sagt man, sei die Rückkehr nach Hause gestattet, der es schaffe, alle vierzig Inseln zu erobern.
Doch wer hat diese Regeln aufgestellt? Zu welchem Zweck? Und ist der brutale Kampf mit den Gegnern wirklich der einzige Ausweg aus dieser Situation?


Dienstag, 9. November 2010

[Rezension] "Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg" - Hape Kerkeling

(Gastrezension) Bereits der Titel sprach mir aus der Seele - denn mir ging es zum Zeitpunkt des Lesens ebenso wie Hape Kerkeling: Ich musste dringend weg aus meinem bisherigen Leben! Wie aber bei den meisten Menschen ging das auch für mich zum aktuellen Zeitpunkt so gar nicht, ergo: Ab auf die mentale Reise und Gott sei Dank den Hape statt meiner durch Berg & Tal schwitzen lassen. Wozu gibt’s denn Promis? Da kann sich ruhig mal einer als Vorbild betätigen, bitteschön...


Montag, 8. November 2010

[Rezension] "So schön wie hier kann's im Himmel gar nicht sein" - Christoph Schlingensief

Am 21. August 2010 verstarb der Film-, Theater- und Opernregisseur und Aktionskünstler Christoph Schlingensief an den Folgen seiner Krebserkrankung. Ohne Zweifel war er ein Ausnahmekünstler, der mit seinen Aktionen und Inszenierungen aufwühlte, zum Nachdenken anregte und polarisierte.
Kaum ein Thema war vor ihm sicher, so er denn die gesellschaftliche Relevanz spürte, die ein Aufbrechen tabuisierter Schranken in seinen Augen notwendig machte. Und so machte er auch vor seiner eigenen Krankheit und Todesangst nicht halt.
In dem Buch "So schön wie hier kann's im Himmel gar nicht sein", dem Tagebuch seiner Krebserkrankung, formuliert Christoph Schlingensief ein durch alle Höhen und Tiefen spürbares Plädoyer für das Leben, das zielgerichtete Handeln im Miteinander und die Liebe zu seinen Mitmenschen.
Seit diesem Herbst ist dieser Text auch als Taschenbuch erhältlich.